Influencer-Marketing für Start-ups!

Influencer-Marketing für Start-ups!

Momentan herrscht ein regelrechter Run auf Influencer. Entgegen der Meinung mancher Skeptiker, Influencer-Marketing sei lediglich ein Hype, belegt eine aktuelle Studie, dass Influencer-Marketing bis zu 11x den ROI von Display-Advertising erzielen kann.

Langsam aber sicher wird Influencer Marketing auch in Deutschland für viele Branchen zu einem zentralen Marketingkanal. Dadurch, dass mehr und mehr auch große Unternehmen den Kanal für sich nutzen wollen, steigen die Preise. Nicht wenige Gründer müssen schlucken, wie viel Geld Instagram-Stars wie der Deutsche Daniel Fuchs pro Posting auf ihrem Channel verlangen. Dieser Artikel erklärt, wie Startups auch heute noch mit kleinen Budgets Influencer-Marketing für sich nutzen können.

Influencer Marketing kombiniert einige für Startups sehr wichtige Vorteile.

  • Influencer kommunizieren öffentlich, was ihnen gefällt und wofür sie sich interessieren. Dabei pflegen sie mit ihren Followern einen freundschaftlichen Austausch auf Augenhöhe. Das ist die Basis ihrer Social-Media-Persönlichkeit und der Grund, warum ihnen andere Menschen folgen. Ihre Inhalte erzeugen Trust und beschleunigen Kaufentscheidungsprozesse.
  • Nicht selten haben Blogger und Influencer tausende oder gar hunderttausende Leser und Follower. Somit profitieren Startups ebenfalls von der wertvollen Reichweite.
  • Beides zusammen macht Influencer Marketing zum einer sehr nachhaltigen Strategie. Wenn Influencer über eine Marke sprechen, wird ein organischer Word-of-Mouth-Effekt getriggert, der dafür sorgt, dass die Marke auch langfristig von Influencer Marketing profitiert.

Entgegen der Meinung mancher Skeptiker, Influencer-Marketing sei lediglich ein Hype, belegt eine aktuelle Studie dass Influencer-Marketing bis zu 11x den ROI von Display-Advertising erzielen kann.

Erfolgreich als Startup ohne dickes Budget

Momentan herrscht ein regelrechter Run auf Influencer. Auch Influencer mit unter 50.000 Followern, bekommen teilweise bis zu 50 Anfragen am Tag. Worauf müssen also insbesondere Startups achten, um nicht ungelesen im Spam-Ordner zu landen?

Influencer als Botschafter

Wenn gerade Startups oft noch nicht über (große) Budgets verfügen, mit dem sie Influencer ausreichend bezahlen können, man aber dennoch auf Influencer Marketing setzen möchte, muss das Unternehmen für den entsprechenden Influencer zu einer Art „Herzensangelegenheit“ werden. Es muss eine gemeinsame Story entstehen und das Startup sollte alles dafür tun, den Influencer von der eigenen Vision zu überzeugen. Deshalb ist ein thematischer Match hier unumgänglich.

Wichtig ist hier auch zu verstehen, was Influencer in der Regel eigentlich wollen. Wichtiger als das Honorar ist den meisten Youtubern, Bloggern und Instagrammern, die eigene Reichweite zu steigern und wertvolle Inhalte für die eigenen Follower zu kreieren. Wenn also ein thematischer Match besteht, kann das Startup mit den Influencern Strategien entwickeln, wie genau man gemeinsam guten Content entwickeln kann.

Für beide Parteien entsteht so etwas viel Wertvolleres, als ein einfacher Sponsored-Post erreichen kann. Es entwickelt sich im besten Fall eine Beziehung zwischen Influencer und Marke, die einen Mehrwert für beide Seiten zur Folge hat. Influencer werden dann zu Botschaftern und arbeiten Seite an Seite mit der Marke und nicht nur als Sprachrohr und Werbeplatz.

Influencer als Kuratoren

Nichtsdestotrotz müssen auch Influencer ihre Miete bezahlen, weshalb sie nicht alles umsonst und für den guten Zweck machen können. Vor diesem Hintergrund versuchen viele Startups Affiliate-Deals mit Influencern abzuschließen, die beispielsweise über Tracking-Links oder Gutschein-Codes funktionieren.

Obwohl das zunächst eine adäquate Lösung für das Problem des niedrigen Budgets zu sein scheint, ist die Performance sehr unterschiedlich. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf zwei Faktoren:

  • Die Performance eines Gutschein-Codes ist extrem abhängig vom Timing seiner Platzierung. Das bedeutet, dass anschließend wenige Orders nicht zwangsläufig bedeuten müssen, dass die Follower des Influencers kein Interesse an dem Produkt haben. Es heißt nur, dass sie in dem Moment kein Interesse hatten. Einfluss darauf haben viele verschiedene Aspekte wie die Tageszeit, der Wochentag, das Wetter, große Events wie erst kürzlich die Europameisterschaft oder aktuell die Olympischen Spiele, aber leider auch tragische Vorfälle wie Unglücke oder Terroranschläge.
  • Mehr noch als all das ist momentan ein Groupon-Effekt zu beobachten. Das bedeutet, dass 10%- oder 20%-Gutscheine weniger attraktiv werden, wenn viele Unternehmen ähnliche Rabatte anbieten. Verstärkend hinzu kommt, dass ein Gutschein für manche Produkte einfach nicht sinnvoll ist. Wenn ein Online-Shop eine durchschnittlichen Warenkorbwert von 30 Euro hat, stellt ein 10-Prozent-Gutschein nicht unbedingt einen ansprechenden Kaufanreiz.

Wesentlich interessanter und performanter zeigt sich, Influencer als Kuratoren einzusetzen. Die Fashion-Plattform ABOUT YOU beispielsweise zeigt schon ihrer Startseite kuratierte Looks und Outfits von Influencern wie Bonnie Strange, Stefanie Giesinger oder Farina Opoku alias Novalanalove. Diese Taktik lässt sich auf viele Branchen anwenden.

Was dadurch entsteht, ist eine Win-Win-Win-Situation:

  • Kunden müssen nicht lange suchen, sondern können direkt die von ihren Lieblings-Influencern ausgewählten Produkte nachkaufen.
  • Influencer profitieren von der steigenden Glaubwürdigkeit einer Kooperation insofern, dass sie sich thematisch und kreativ einbringen kö Zugleich vergrößern sie ihre eigene Audience dadurch, dass durch ihre Präsenz auf der Website des Startups auch Menschen auf sie Aufmerksam werden, die sie vorher noch nicht kannten.
  • Startups instrumentalisieren Influencer auf diese Weise nicht als bloßen Werbekanal, sondern beziehen sie in den Verkaufsprozess ein und profitieren infolgedessen selbst von dem Mehrwert, den sie für Influencer und Kunden geschaffen haben.

Die richtigen Influencer identifizieren

Damit die Recherche nach den passenden Influencern nicht zum absoluten Zeitfresser wird, können sich Startups mittlerweile einiger Lösungen bedienen, die ihnen bei der Influencer-Findung helfen. Neben den Such- und Empfehlungsfunktionen von Facebook, Instagram und YouTube gibt es mittlerweile eine Reihe von Online-Marktplätzen, auf denen sich Unternehmen und Influencer treffen können.

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